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Das Rollen der Wellen am Ärmelkanal bringt nicht nur das Geräusch des Wassers, sondern auch das der hin- und hergeschobenen Steine, die am Grund rundgeschliffen werden. Der Wind geht, und so baut man eine kleine Grube, wo das Mikrofon abgeschirmt wird, und wo nichts pustet. Drüben ist England, und dieses Geräusch stammt von der Küste in Dieppe.

Das Rauschen eines Meeres kann ja gehörig auf die Nerven geht. Weil es laut ist, stark und unbarmherzig. Wer aber in den Wochen zuvor auf dem Landweg an die Küste gereist ist mit der Bahn, der freut sich genau auf dieses Rauschen. Ob es wohl Menschen gibt, die das Meer erkennen, die Küste? Am Klang? Ist da nicht auch das Wetter und die momentane Bedingung wichtig, wie das Meer heut klingt? Ich habe das Meer in Dieppe in Frankreich mit nach Hause gebracht. Nicht den Sand, nicht den Wind, nicht den Geschmack des Salzes, sondern den Klang.