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Indonesien ist ein Land der vielen Religionen. Sie teilen sich den “Luftraum”. Zum Beispiel in Bedugul, einer Region in der Mitte Balis, nicht nur im Zentrum der Insel, sondern auch in der Luft. Sie wurde scheinbar – von den Göttern – mitten in die tieffliegenden Wolken hineingebaut.

Es ist immer wieder schön, wenn viele Menschen an einem Ort leben, und sich nicht nur den Ort am Boden, sondern auch den Luftraum teilen. Wenn es mehrere Religionen gibt, dann fällt das leichter auf. Gamelan Musik, Glocken, der Ruf des Muezzins. In der Erinnerung mischen sich zum Klang der Gegend auch die Gerüche. Und die seltsame Stimmung, wenn sich die tieffliegenden Wolken verzogen haben, und die Sonne auf den See leuchtet. Die bunten Farben der Vorbeiziehenden, der Rhythmus der Glocken. Das Grün überall. Und später dann auch die Vielzahl an krachenden und stinkenden Mopeds.